Facelift Seat Leon: Spanier mit Ecken und Kanten

Der Seat Leon wurde jetzt nachgeschärft. Herausgekommen ist ein Facelift mit Ecken und Kanten, das dem Konzernbruder VW Golf weiter ordentlich Druck von hinten geben dürfte.

Die dritte Generation vom Seat Leon hat jetzt nach vier Jahren Bauzeit ein Facelift spendiert bekommen. Optisch fällt auf, dass der Spanier mit mehr Ecken und Kanten ausgestattet ist und dadurch etwas frischer wirkt. An der Außenhaut fallen vor allem die leichten Überarbeitungen, wie die neuen Schürzen vorne und hinten und die LED-Blinker, auf. Auch die Kombivariante ST, für die sich immerhin 35 Prozent aller Leon-Käufer entscheiden, wurde aufgefrischt.

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Bei den Funktionen des Infotainmentsystems wurde viel vom Markenbruder, dem SUV Ateca, übernommen und hinter den 8 Zoll großen Monitor gepackt. Beim 4,27 Meter langen Leon (ST: 4,54 Meter) sorgt nun eine 360-Grad-Kamera für eine bessere Übersicht. Auch bei den Assistenzsystemen hat man sich beim Seat-SUV bedient, so dass der Kompakte jetzt auf Wunsch auch teilautonomes Lenken, Bremsen und Beschleunigen bis zu einem Tempo von 60 km/h beherrscht.

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Möglich macht das unter anderem ein nun mittig im unteren Lufteinlass platzierter Radar-Sensor. Ebenfalls mit an Bord: ein adaptiver Tempomat mit Notbremsfunktion, ein Fußgängerschutz und der bisher nicht angebotene Totwinkel-Assistent. Die Aufwertung bei den Sicherheitsfunktionen war auch dringend notwendig geworden, denn den Großteil der aufgeführten Assistenzsysteme gibt es beim Konkurrenten Opel Astra schon seit 2015.

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Bei den Motoren gibt es eine große Auswahl. So reicht die Palette bei den Diesel-Aggregaten vom 1,6-Liter mit 115 PS bis zum Zweiliter-Triebwerk mit 184 PS. Beim Benziner leistet der stärkste Motor 180 PS. Eine auf 1,5 Liter Hubraum vergrößerte Weiterentwicklung des 1.4 TSI lässt noch etwas länger auf sich warten. Das Schalten übernimmt wahlweise die Wahl die Fünf- oder Sechsgang-Handschaltung oder das bekannte DSG mit sechs oder sieben Stufen. Die Markteinführung des neuen Gesichts ist für Anfang 2017 vorgesehen. Später werden dann auch die leistungsstarken Cupra-Varianten überarbeitet. Bei den Preisen dürfte sich schon im Hinblick auf die starke Konkurrenz nicht allzu viel verändern. Die Macher versprechen einen Ausstattungs-Mehrwert je nach Variante von 300 bis 500 Euro.